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Das eigene Heimkino - ein Traum wird Wirklichkeit

Was für die meisten eine attraktive Extravaganz ist, ist für den Filmliebhaber auf lange Sicht die pereiswerte Alternative: Das Kino in den eigenen vier Wänden.

Toller Beamer im Einsatz

Vorteile eines Heimkinos

"Zuhause ist es doch am schönsten." Wer es sich auch lieber mit Familie und Freunden im Heimkino zu Pizza und Wein gemütlich macht, anstatt in einem übrerfüllten Kinosaal zu sitzen und zu viel Geld für Süßigkeiten und Getränke zu bezahlen, weiß die Vorteile des Heimkinoskino zu schätzen. Ein Filmabend gestaltet sich gleich viel persönlicher, wenn selbst entschieden wird, wie das Programm ausfällt: Lautstärke, Laufzeit und die Möglichkeit des Pausierens gehören zu den Optionen. Seien es der unvergessliche Film-Marathon, oder einfach Prestige-Gründe: Wer Filme, gemütliche Filmabende mit Freunden oder Familie und Kino-Atmosphäre liebt, profitiert durch diese Investition.

Die Zutaten des Heimkinos

"Ein Heimkino setzt sich zusammen aus Fernseher oder Beamer mit Leinwand, einem gemütlichen Ambiente aus Sofa, Sesseln oder Sitzkissen und einem Soundsystem", zumindest stellen sich das viele so einfach vor. In Wahrheit gestaltet sich die Angelegenheit etwas komplizierter: Zunächst muss ein passender Beamer (Beamer Test) samt Leinwand gefunden werden. Ein Fernseher wird den waschechten Film-Fan und seine Kinovorliebe nicht zufriedenstellen. Nur eine richtige Leinwand mit Beamer wird für Kinoatmosphäre sorgen. Diese sollten an die individuellen Bedürfnisse angepasst sein. Auch eine gute Beratung vor dem Kauf stellt sicher, sich für das richitge Modell zu entscheiden. Qualität spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Richtig installiert und ausjustiert, komplettiert das gewünschte Soundsystem das Heimkino.

Die richtige Leinwand

Die Leinwand des Heimkinos sollte mit Bedacht gewählt werden: Das richtige Format und Modell ergänzen persönliche Vorlieben und Verhaltensweisen.

Die mobile Leinwand

Für das Heimkino eher unpassend, gestaltet sich die mobile Version der Leinwand. Sie lässt sich innerhalb fünf Minuten montieren und ebenso schnell demontieren. Die Festinstallation bleibt somit aus. Mit einer maximalen Länge von anderthalb Metern ist sie schlicht weg nicht zu empfehlen und wenig zufriedenstellend.

Die Rollo-Leinwand

Wer sein Heimkino nicht ausschließlich als solches verwendet, und die Leinwand gerne mit wenig Aufwand auch mal verschwinden lassen möchte, ist mit der Rollo-Leinwand gut bedient. Nur der Metallkasten wird an der Decke Festmontiert und ermöglicht das Ein- und Abrollen der Leinwand. Hierbei wird jedoch ein Hilfsmittel benötigt, wie beispielsweise ein Stuhl.

Die elektrische Leinwand

Diese Variante funktioniert wie die Rollo-Leinwand, ist jedoch im Gegensatz zu dieser mit einem Elektromotor ausgestattet und erspart das lästige Kurbeln und Ausjustieren. Zusätzlich weisen einige Modelle Stabilisatoren für die Leinwandseiten auf und halten sie gestrafft, um das Bild zu optimieren.

Die Rahmenleinwand

Die beliebteste unter den Leinwänden ist die Rahmenleinwand. Festmontiert optimiert der schwarze Filzrahmen das Bild, da das Filz Licht absorbiert. Im Gegensatz zu den obigen Leinwänden lässt sich diese nicht kaschieren, weswegen sie sich besonders für das vorgesehene und dauerhafte Heimkino-Zimmer eignet.

Welches Format?

Ein beliebtes und häufig verwendetes Film-Format ist das 16:9-Format, welches auch dem des klassischen Fernsehbildes entspricht. Dieses entspricht einem Seitenverhältnis von 1,78:1. Da die meisten Filme als Blu-Ray-Version darauf angepasst werden, ist dieses das optimale Format.

Welches Material?

Besonders entscheidend ist die Wahl des Materials. Es wird unterschieden zwischen den gegebeben Lichtverhältnissen des Heimkinos: in hell-beleuchteten Heimkinos erweist sich die Wahl des Gain-Tuchs als besonders kontrastreich und farbecht. Ihr Wert liegt unter 1,5 und sorgen für diffuse Reflexionen. Bei dunklen Zimmern mit Restlicht empfielt es sich, auf mattweiße Tücher mit einem Wert über 1,5 zurückzugreifen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn das Tuch zu günstig ist: Diese neigen aufgrund ihrer glatten Oberfläche zu unansehlichen Spiegelungen. Viel besser eignet sich die allerdings auch teurere Web-Tuch-Variante. Auch neigen billige Modelle oftmals zu Gelb- oder Blaustichen, und verfälschen somit die Wiedergabe des Films. Im ungünstigen Fall büßt der Film an Helligkeit ein. Das hochwertige Markenmodell zahlt sich in diesem Fall aus.

Der passende Beamer

Ist die Leinwand einmal ausgewählt, ist der passende Beamer bald gefunden. Immer mehr Hersteller bieten heute ein Sortiment an Heimkino-Beamern an, welche die Auswahl des richtigen Beamers um einiges erleichtert. LCD-, LCoS- und DLP-Beamer gleichen sich allesamt in ihrer Qualität und weisen kaum nennenswerte Unterschiede auf. Aufgepasst werden sollte bei den folgenden Kriterien: Bei einer hohen Nutzung des Heimkinos eignet sich besonders gut der DLP-Beamer mit integriertem Leuchtmittel. Das LED-Leuchtmittel reicht im Durchschnitt bis zu 30.000 Stunden und muss nur sehr selten überhaupt erneuert werden. Wer plant, 3D-Filme zuhause wiederzugeben, profitiert ebenfalls mit dem DLP-Gerät. 3D-Projektionen lassen sich derzeit durch dieses am besten wiedergeben. Ein weiterer Punkt, der besonderer Aufmerksamkeit bedarf, ist das Objektiv. Auf Qualität sollte hier großen Wert gelegt werden, um letztlich ein scharfes Bild zu erzielen. Gerne lässt die Qualität an dieser Stelle zu wünschen übrig. Lens-Shift-Objektive projizieren ein fehlerfreies Bild ohne Trapezfehler und vermeiden Verschiebungen der Seiten- und Höhenverhältnisse. Sehr hochwertige und deshalb auch teure Beamer sind LCoS-Beamer. Sie weisen eine hohe Bildqualität auf und sind leise im Betrieb. Ihre Objektive sind flexibel und das Gerät, ebenso wie die DLP-Variante, unempfindlich gegenüber Staubpartikeln.

Unterschieden wird zudem noch zwischen Full-HD- und 4K-Beamer. Der Full-HD-Beamer bietet eine Maximalauflösung von 1920 x 1080 Pixeln und deckt den Bedarf an Auflösung für die handelsübliche Blu-ray. Zukunftsorientierten Leistungsfanatikern ist geraten, sich mit dem 4K-Beamer vertraut zu machen. Dieser erzeugt mittels 3840 x 2160 Pixeln ein gestochen scharfes Bild und ein unvergleichliches Kinoerlebnis. Der Kaufpreis eines solchen Gerätes ist jedoch sehr hoch. Preise im 7000-Euro-Bereich sind keine Seltenheit. Der HDR-Beamer erweist sich mit einer intensiven Farbgebung und starken Kontrasten als empfehlenswert.

Die Soundanlage

Mit der Auswahl des passenden Soundsystems ist es dann fast geschafft: das Equipment für das eigene Kino ist somit beisammen. Wer jedoch auch hochwertige Ware wünscht, muss entsprechend zahlen: Zwischen mehreren Hundert oder gar Tausend Euro kann eine gute Soundanlage kosten. Ebenfalls gibt es hier unterschiedliche Varianten: 5.1 und 7.1. Surround Sound weisen unterschiedlich viele Lautsprecher auf. Entweder sind es mit 5.1 insgesamt fünf oder mit 7.1 sieben Lautsprecher an der Zahl. Die 5 Lautsprecher-Variante besteht aus zwei Vorderlautsprechern, zwei Rückenlautsprechern, einem Lautsprecher im Zentrum und einem Subwoofer für Basstöne. Das 7-teilige Soundsystem hat zwei zusätzliche Lautsprecher. Gut eignet sich das 7.1 System bei einem großen Kinoraum, da der Sound nicht automatisch über die Wände reflektiert wird. Ein kleinerer Raum kommt hingegen gut mit der 5.1 Variante aus. Für Menschen mit einer Abneigung gegenüber Kabeln, existieren bereits kabellose Soundsysteme.

Installation, Einrichtung und Anordnung

Die optimale Platzierung von Leinwand und Lautsprechern erreicht man recht einfach, wenn diese Schritte befolgt werden:

Angefangen bei der Leinwand, montiert man diese mittig an der Wand des Heimkinozimmers. Das ermöglicht allen Zuschauern eine gute Sicht auf die Leinwand, wenn Stühle und Sessel in einem Abstand von 4 Metern Entfernung bequem im Zimmer positioniert werden. Subwoofer und Center-Box des Lautsprechers sollten den Zuschauern gegenüber mittig unter der Leinwand ihren Platz finden. In einem Winkel von 45° und einem Abstand von zwei bis vier Metern Entfernung zueinander werden die zwei Frontlautsprecher des Soundsystems auf Ohrenhöhe ausjustiert. Die hinteren Lautsprecherboxen kommen an die Rückwand, wobei diese nicht eindeutig auf links und rechts aufgeteilt werden. Bei dem 7.1 Soundsystem werden zusätzlich Seitenlautsprecher parallel zueinander etwas oberhalb der Ohrenhöhe der Zuschauer angebracht. Beim 5.1 System fällt dies durch die Surround-Illusion des kleinen Kinozimmers weg. Das Kinozimmer sollte so eingerichtet werden, dass der Raum hallfrei ist, aber alle Boxen von den Zuschauersitzen aus gesehen werden können. Nur so wird ein zufriedenstellender Sound erzielt. Besonders geeignete Hall-Schlucker sind Teppiche und Wandmöbel. Mit einer entsprechenden Deckenbefestigungen wird der Beamer entweder dauerhaft an der Decke installiert, oder je nach Bedarf immer wieder neu aufgebaut. Es lohnt sich, den Beamer dauerhaft festzumontieren, da so die Verkabelung nicht jedes Mal aufs Neue erfolgen muss. Auch muss auf diese Weise nicht immer wieder neu Ausgerichtet werden. Den Beamer genau auf die Leinwand auszurichten, kann sich als schwieriger erweisen als gedacht. Vor allem die Feinausrichtung bleibt aus, nachdem diese einmal geglückt ist. Beamer mit Lens-Shift-Funktion helfen hier gerne aus und erleichtern die Justierung erheblich, da hierbei die Feinjustierung gänzlich wegfällt. Ein solches Modell muss nicht zwangsläufig an der Zimmerdecke festmontiert werden.

Fazit

Die wichtigsten Fragen bezüglich der Anschaffung eines Heimkinos sollten mit dieser Anleitung beantwortet sein. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich Qualität, wie es meistens der Fall ist, auszahlt und genau abgewogen werden sollte, auf welchen Luxus verzichtet werden kann. Mit dieser Anleitung lassen sich die meisten Fehler und böse Überraschungen vermeiden. Ganz wichtig ist immer: Die individuellen Bedürfnisse dürfen beim Kauf nicht außer Acht gelassen werden. Geld spielt hierbei natürlich eine große Rolle. Als letzter Tipp sei gesagt, dass ein Heimkino kein kurzlebiges Hobby ist, sondern eine teure und gutdurchdachte Investition.